Buchvernissage PURPUR
Buchvernissage PURPUR.
Historische Fiktion: Tanzkunst, Kinetographie und Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
19-20 Uhr Mansarde Stadttheater Bern
Joana Hermes, Tanz
Nuriia Khasenova, Musik
Jakob Fessler, Lesung
Gespräch mit Claudia Rosiny, Karin Hermes und Katja Schurter (edition 8)
Ab 20 Uhr
Apero im Foyer
„Gestern habe ich dein Buch zu Ende gelesen. Es hat mich total gepackt. Beeindruckend, wie du die Spannung zwischen Fakten und Fiktion und die Verbindungen zwischen Personen und Zeitsprüngen hinbekommen hast. Grosses Bravo!“ Claudia Rosiny
„Ein Roman über die Kraft des Tanzes, die Sprache der Farben und die unerschütterliche Würde, mit der Menschen einer Welt trotzten, die sich mehr und mehr verfinsterte.“
Bettina Fischer, Tanzdramaturgin Bern Ballett
Buchbestellung: http://edition8.ch
„In einer eindringlichen Mischung aus historischer Wahrheit und literarischer Imagination erzählt dieses Buch vom Schaffensdrang der Künstlerin und Widerstandskämpferin. Zwischen Skulpturen, Farben, der Sprache des Körpers und der Präzision der Laban’schen Tanznotation entfaltet sich das Porträt einer jungen Frau, die Schönheit und Freiheit in ihrer Kunst suchte und fand – und sie in einer Zeit des Schreckens verteidigte. Als Helferin der Widerstandsgruppe Rote Kapelle stellte sie sich gegen das Unrecht des NS-Regimes. Ihre Kunst, ihr Mut und ihr tragisches Ende werden in diesem Roman zu einer poetischen Hommage an die Kraft des körperlichen Ausdrucks und die Unbeugsamkeit des Geistes.
In ihrem ersten Roman nimmt uns Karin Hermes mit in die Gedankenwelt der jungen Künstlerin. Sie ist die leuchtende und zugleich tragische Figur im Zentrum dieses historischen Romans, der von dieser Mitte aus die unsäglich dramatischen Schicksale ihrer Weggenoss*innen streift. Inspiriert von wahren Begebenheiten entfaltet Hermes das Porträt einer Künstlerin, die zwischen der Schule des Bauhauses, den Lehren Johannes Ittens und der revolutionären Kraft des modernen Tanzes nach einer neuen Sprache des Ausdrucks suchte – einer Sprache, die Körper, Farbe und Geist verband.
Dieses Buch zeichnet das eindringliche Bild von Menschen, die nicht nur der Kunst, sondern auch dem Gewissen verpflichtet waren. Es erzählt von Leidenschaft und Mut, aber auch von der Angst. Und es erzählt von Schicksalen, die 1943 im Schatten des Fallbeils endeten, aber bis heute weiterleuchten.„
Bettina Fischer, Tanzdramaturgin Bern Ballett
Die historische Fiktion:
Die Tänzerin und Bildhauerin Oda Schottmüller aus Berlin ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Wunsch, ungeachtet der politischen Zustände zu tanzen und künstlerisch zu gestalten, und dem Bedürfnis, den Nazis etwas entgegenzusetzen. Als sie von ihrem Freund Hans Coppi gefragt wird, ob die Widerstandsgruppe um ihn – von den Nazis die Rote Kapelle genannt – in ihrer Abwesenheit ihr Atelier für das Senden von Funksprüchen nutzen dürfe, sagt sie zögernd zu. Später gibt sie auch in Tanzpartituren verschlüsselte Informationen weiter. Sie transportiert eine Partitur im doppelten Boden ihres Koffers nach München, von wo aus sie nach Zürich gelangt. Dort werden die codierten Informationen von Elfriede entgegengenommen und der schweizerischen Gruppe der Roten Kapelle in Bern überbracht, die sie nach London und Moskau funkt. Oda Schottmüller und ihre Mitstreiter:innen werden 1942 verhaftet und zum Tode verurteilt. Oda tanzt mit dem Tod, begleitet vom
Gefängnispfarrer Harald Poelchnau, der insgeheim Jüd:innen versteckt.
Die historische Fiktion Purpur beleuchtet einen wenig bekannten Aspekt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Dabei wird der Bogen bis zum Schweizer Cryptoskandal gespannt, in den Elfriedes Enkel Max involviert ist und der sein Luxusleben auf den Kopf stellt.
Besonderen Dank an Dr. Claudia Rosiny für die Unterstützung während des gesamten Projekts, an Dr. Claudia Fleischle-Braun für ihre Mitarbeit in historischen Belangen und an Katja Schurtner für ihr Lektorat.
Herzlichen Dank an
BAK, Bundesamt für Kultur und Bühnen Bern, Kultur Stadt Bern, Burgergemeinde Bern.
